Technologiepark senkt Energiekosten mit grünem Strom
Im Berner Technologiepark kommen Menschen und Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen zusammen. Sie finden hier moderne Arbeitsräume und eine ausgezeichnete Infrastruktur. Dazu passt auch eine zeitgemässe Energieversorgung. Sie ist nachhaltig und senkt die Energiekosten des Businessparks.
Das triste Flachdach mit grauem Kies auf dem Technologiepark Bern ist Geschichte. Moderne Solarmodule erstrahlen im blauen metallischen Glanz. Aber hier geht es nicht um Ästhetik – und diese würde ohnehin im Auge des Betrachters liegen. Im Fokus stehen klar kalkulierte Zahlen und die Energiekosten des Businessparks.
Mit rund 1’000 Sonnenstunden im Jahr ist das Dach des Technologieparks Bern im Westen der Stadt ein ziemlich sonniger Ort. Bislang blieb die Energie der Sonne ungenutzt. Nun sorgen fast 270 Solarmodule für die Produktion von bis zu 118 Megawattstunden pro Jahr. Rund ein Viertel des hauseigenen Verbrauchs kann der Businesspark damit selbst produzieren und nutzen. Mit der neuen Solaranlage fällt die Stromrechnung bis zu 10 Prozent geringer aus, was einen stolzen fünfstelligen Frankenbetrag ergibt.
Im sogenannten Solar-Contracting übernimmt Energie Wasser Bern die Investitionskosten der Photovoltaikanlage und betreibt und unterhält diese. Der produzierte Strom wird zu einem fixen Preis an die Kundin oder den Kunden verkauft. Dieser ist vergleichsweise niedrig und auf einen längeren Zeitraum festgelegt. Im Fall des Businessparks sind es 25 Jahre. Neben den geringeren Energiekosten bietet das einen weiteren Vorteil. Die Kundinnen und Kunden sind den Schwankungen auf dem Strommarkt weniger ausgesetzt und können damit ihre Ausgaben besser vorausplanen. Der Strombedarf, der nicht über die Solaranlage gedeckt werden kann, wird wie üblich am Markt beschafft.
Energie Wasser Bern hat für den Technologiepark einen Belegungsplan des Dachs für die Solarmodule erstellt, die Ertragsdaten kalkuliert und statische Berechnungen durchführen lassen. Für die Halterungen der Solarmodule kommt ein bewährtes System zum Einsatz, das einfach zu montieren war. Die Halterungen sind nämlich nicht mit dem Dach verschraubt, sie werden lediglich aufgelegt und mit Steinplatten beschwert. Dies erlaubt eine effiziente und schnelle Montage. Die Stromkabel zum Technikraum konnten über bereits bestehende Schächte im Gebäude einfach und direkt verlegt werden. Im Technikraum wandelt der neu installierte Wechselrichter den produzierten Gleichstrom in Wechselstrom um. Und so steht der Solarstrom für die Lüftung, Beleuchtung und anderen Geräte im Haus zur Verfügung.
Das Beispiel des Technologieparks Bern zeigt, dass eine nachhaltige Stromversorgung mit erneuerbaren Energien nicht kompliziert sein muss. Sie lässt sich rasch installieren, ist gut für die Umwelt und senkt die Energiekosten spürbar. Und das bringt weiteren Schwung in die Energiewende der Stadt Bern.